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Ein paar grundsaetzliche Dinge zu Schwimmtraining, meinem
Konzept fuer Triathlon-Schwimmtraining und meinen Trainingsplaenen.
Falls Du Interesse an einem individuellen Trainingsplan haben
solltest, benutze bitte das Kontaktformular.
1. Das Konzept
Ich bin der Ueberzeugung das viele Triathleten
ihr Schwimmtraining nicht effizient genug gestalten und somit
Jahr fuer Jahr mit einer annaehernd gleichen Schwimmleistung
aufwarten.
Egal ob breiten – oder leistungssportlich
orientiert, die Zeit im Wasser sollte sinnvoll und zielgerichtet
genutzt werden. Trainingseinheiten bei welchen am Anfang auf
die Uhr gesehen wird und nach 45 Minuten Dauerschwimmen aus
dem Wasser gestiegen wird haben allenfalls regenerativen Charakter,
koennen aber auf Dauer nicht der Sinn eines Schwimmtrainings
sein. Ein Schwimmtraining sollte abwechslungsreich und daher
motivierend sein. Gleichzeitig muessen Woche fuer Woche neue
und oft auch hoehere Trainingsreize gesetzt werden, um auf
Dauer erfolgreiche Ergebnisse erziehlen zu koennen.
Ich teile bei meiner Trainingsplanung in 3 verschiedene Leistungsgruppen
ein:
- Triathlon – Einsteiger mit wenig Erfahrung im Schwimmen
- Der „Hobby-Athlet“ mit einer relativ stabilen
Schwimmtechnik und mind. 3-4 Jahren Wettkampferfahrung
- Der leistungsorientierte Athlet mit stabiler Schwimmleistung
und Technik welcher auf die naechste „Stufe“
kommen moechte.
Gerade im Triathlon, einer Sportart mit zeitlich
hohem Trainingsaufwand, ist es ueberaus wichtig die richtigen
Belastungen und Belastungsschwerpunkte zu setzen. Durch traditionell
langes Radfahren und Laeufe ueber 60 Minuten werden ideale
Grundlagenausdauereigenschaften fuer das Schwimmtraining geschaffen.
Aus diesem Grund stehen langen Dauerbelastungen, obwohl vorhanden,
bei meinem Schwimmtraining klar im Hintergrund.
Mein Schwimmtraining-Grundgeruest, welches
ich selbst seit gut 2 Jahren erfolgreich im Triathlon anwende
und welches sich auch fuer Triathleten mit wesentlich weniger
„Background“ im Schwimmen als erfolgreich erwiesen
hat, gestaltet sich wie folgt:
- Flexibles Einschwimmen (400-1000 Meter) je nach Gefuehl
(wenn Schwimmen die 1. Einheit am Tag dann laenger, wenn
2. oder sogar 3. Einheit am Tag dann natuerlich weniger);
im Einschwimmen enthalten sind Kombinationsuebungen, Technikuebungen,
kurze Steigerungen und eventuell eine kleine Aufwaermserie
(8x50; 4x100 steigern; ausreichend Pause)
- Hauptserie je nach Belastungsschwerpunkt und Woche (warum
meistens nur eine Serie? – Motivation, korrekte Ausführung
und optimaler Trainingseffekt werden so am besten erziehlt!)
- Ausschwimmen (eigentlich genauso wichtig wie die Hauptserie):
mindestens 200 Meter; hier wird physisch wie auch psychisch
das Training verarbeitet und die Voraussetzung fuer die
naechste Trainingseinheit gelegt.
2. Ein Wort zu Umfängen und Intensitäten
Wichtigste Grundregel beim Schwimmtraining
(wie auch bei vielen anderen Dingen) ist die Kontinuitaet.
Wer in einer Woche 5x schwimmt und dann 2 Wochen ueberhaupt
nicht ins Wasser geht wird auf Dauer keinen Erfolg haben.
Regelmaessiges Training ist das A und O im Schwimmsport. Nur
so kann der Sportler ein Gefuehl fuer das Wasser entwickeln
und vor allem auch verbessern. Nur so lassen sich Technikuebungen
auch korrekt ausfuehren, denn ohne ein gewisses Gefuehl fuer
das nasse Element zieht auch der kraeftigste Athlet „leer“
durch.
Aus den genannten Punkten steht daher das
Erreichen eines bestimmten Umfangziels (pro Woche) nicht unbedingt
im Vordergrund. Viel wichtiger ist es zum Schwimmen zu gehen,
auch wenn manchmal nur 30 Minuten Zeit bleibt. Dann wird das
Schwimmprogramm dementsprechend gekuerzt und statt 4x800m
nur 2x800m geschwommen. Bei einer durchschnittlichen Dauer
von 1h bis 1:30h kommt man automatisch mit Ein- und Ausschwimmen
auf 2,5-4 Kilometer.
Die angegebenen Intensitaeten muessen auch
als variabel angesehen werden. Es nuetzt nichts nach einer
5 Stunden Radausfahrt voellig ermuedet ins Schwimmbad zu gehen
und sich an einer GA2 Einheit zu versuchen (die gerade an
diesem Tag auf dem Plan steht). Gute Planung und vernuenftige
Selbsteinschaetzung sind hier gefragt!
3. Gymnastik und Stretching
Kurzes Aufwaermen (Armkreisen, leichtes Dehnen)
vor dem Schwimmen (5-10 Minuten) und gutes Ausdehnen (bis
30 sek pro Dehnung) nach dem Schwimmen (z.B. unter der Dusche)
werden keinem Sportler schaden.
4. Koppeltraining bei mehreren Einheiten am Tag
(aus eigener Erfahrung)
Was beisst sich, was geht gut (jeweils in der genannten Reihenfolge)?
- Gut: Schwimmen (GA1 oder 2) + Rad und/oder Lauf; Lauf
und/oder Rad + Schwimmen (meist nur GA1)
- Schlecht: Lauf (GA2) + Schwimmen (GA2); Rad (lang oder
Intervalle) + Schwimmen (GA2)
Viel Spass beim Training wuenscht Euch Euer
Jan
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