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30.07.03   Zugspitzlauf

Der Lauf gegen die Krankheit

25 Extremsportler stürmen den Gipfel der Zugspitze – Spendenmarathon geht weiter.

„Danke ist ein viel zu kleines Wort für das, was wir empfinden“, sagt eine betroffene Mutter eines Fanconi-Kindes mit Tränen in den Augen. Sie spricht damit aus, was viele in der kleinen Kapelle „Maria Heimsuchung“ auf dem Zugspitzblatt dachten. Denn 25 Extremsportler liefen von Coburg quer durch Bayern bis zum Gipfel der Zugspitze – über 400 km – um auf die sehr seltene Krankheit Fanconi-Anämie (FA) aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln. Mehr zu FA und Spendeninformationen...

Die außergewöhnlichen Athleten, darunter 2 Weltrekordhalten und sechs Deutsche Meister, wurden am Samstag, den 26.07. in Coburg von Staatsminister Dr. Werner Schnappauf auf ihren langen Weg in den Süden Bayerns geschickt. Die erste Tagesetappe führte bis nach Schwanstetten südlich von Nürnberg, d.h. 135 km waren am ersten Tag zurückzulegen. In Freising war die zweite Übernachtungsstation und am dritten Tag lief das Läuferfeld in Garmisch ein. Wo dann am Dienstag, den 29.07. alle Läufer begleitet von Ski-Ass Christian Neureuther und dem Garmischer 1. Bürgermeister Thomas Schmid der Gipfelsturm in Angriff genommen wurde. Beide spendeten im Übrigen je 1000.- Euro und belohnten so die Extremsportler zugunsten der guten Sache. Um 14.10 Uhr war das Ziel erreicht. Ohne jegliche Verletzungen – noch Ausfälle erreichten die Ultra-Sportler in guter Stimmung die kleine Gipfelkapelle am Zugspitz-Gletscher auf 2.964 Meter Höhe.

Es gab bei diesem Gipfelsturm keinen Gewinner. Hand in Hand liefen Weltrekordler, Triathleten und Ultra-Läufer gemeinsam durchs Ziel. Denn Sieger dieser Aktion „Laufen um zu Leben“ sollten die Fanconi-Kinder sein, von denen auch einige mit Ihren Familien die Läufer am Gipfel sehr dankbar empfingen. Jeder Meter der über 400.000 Meter langen Strecke konnte symbolisch „mitgelaufen“ werden - nämlich mit 25 Cent pro Meter Spende.
An die 65.000.- Euro sind bislang zusammengekommen, freut sich Cornelia Thron, Organisatorin des Laufes und Spendenbeauftragte der Deutschen FA-Hilfe. Das ist zwar sehr viel Geld, aber leicer noch nicht genug: 100.000.- Euro werden gebraucht, um ein medizinisches Diagnosegerät für alle Fanconi-Kinder finanzieren zu können, von dem man sich einen wichtigen Schritt nach vorn in der FA-Therapie erhofft. Denn bis jetzt verläuft diese Knochenmarkerkrankung tödlich. Diese Aktion und das hoffentlich bald kaufbare Gerät schenkt den betroffenen Kinder und deren Familien viel Hoffnung auf die Chance „Leben dürfen“ und die vielen „helfenden Hände“ und „laufenden Füsse“ geben ihnen viel Mut und die Gewissheit, mit Ihrem Schicksal nicht alleine gelassen zu werden.
www.fanconi-ultra.de

Spendenkonto:
Deutsche Fanconi-Anämie-Hilfe, Sprkasse Kronach-Ludwigsstadt, BLZ 771 516 40
Kto.Nr. 100 136 449.

„Wenn viele Menschen an vielen Orten kleine Schritte tun und mit 25 Cent pro Meter diese großartige Aktion unterstützen, dann kommen auch die FA-Familien ans Ziel“, bittet Cornelia Thron um Spenden.

 

HERZLICHEN DANK und „Vergelt´s Gott“
besonders an die vielen „helfenden Hände“ aus dem Landkreis Kronach:

G+H GmbH, Computergrafik und Design, Küps
Horst Scholz GmbH & Co KG, Hightech in Kunststoff, Gundelsdorf
Malergeschäft Zeuss & Gässlein, Küps-Schmölz,
Loewe AG und Betriebsrat, Kronach
Kronacher Gospelchor,
Autohaus Mercedes - Endres, Kronach
Tankstelle am Kreuzberg, Firma Baumann, Kronach
Motor-Bauer GmbH, Kronach
CAR-Konzept, Thomas Fröba, Kronach
CHS Computer-Hard- & Software, Kronach
Sternapotheke Kronach,
Sparkasse Kronach-Ludwigsstadt,
Leder-Kestel, Kronach

UND
ein inniges Dankeschön an die vielen privaten Spender aus dem Landkreis.