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02.06.03 Triathlon 2. Bundesliga Süd
Jan Sibbersen setzt Siegesserie in Bad Endorf fort
Honda Team Coburger Turnerschaft mit tollem Auftakt
Beim Chiemgau-Thermen Triathlon präsentierte der Veranstalter gegenüber dem Vorjahr einen neu modifizierten Schwimm- und Radkurs. Das Honda Team Coburg stellte bei der Auftaktveranstaltung das jüngste Team aller 12 teilnehmenden Mannschaften und durfte sich am Ende über einen überraschend guten 4. Platz im Gesamtklassement freuen. Tagessieger wurde die 2. Mannschaft des SC Riederau , gefolgt vom Absteiger aus der 1. Bundesliga HDI SC Roth, vor der gewohnt starken 2. Mannschaft des SV 05 Würzburg. Da sowohl der SC Riederau als auch der SV 05 Würzburg nicht aufsteigen können, da sich ihre jeweilige 1. Mannschaft bereits in der 1. Bundesliga befindet, deutet schon nach dem ersten von 4 Rennen alles auf einen erneuten Wiederaufstieg des SC Roth hin, wobei sich das Honda-Team Coburger Turnerschaft selbst einen Platz unter den ersten fünf Mannschaften ausrechnet. Gestartet wurde über die olympische Distanz 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und anschließend 10 km Laufen.
Einmal mehr setzte sich in dem 370 Athleten umfassenden Teilnehmerfeld der Mannschaftskapitän der Coburger Jan Sibbersen vor starker Konkurrenz durch. Dabei benötigte er für die Distanz gerade einmal 1:48,05 Stunden – für Fachleute und Kenner der Materie eine aussergewöhnlich gute Zeit: „Im Hinblick auf die Deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Heilbronn habe ich im Gefühl des sicheren Sieges wohl etwas das Gas beim Laufen herausgenommen“ , so Sibbersen kurz nach dem Rennen. Wie so oft sah der amtierende bayerische Meister auf der gesamten Strecke keinen seiner unmittelbaren Konkurrenten und es gelang ihm wie im vergangenen Jahr ein Start-Ziel-Sieg. Hatte er im letzten Jahr als guter Schwimmer nur eine Paradedisziplin, kam in diesem Jahr mit dem Radfahren noch eine zweite hinzu, legte er doch mit 0:56:01 min. im Rahmen des Ligarennens auch noch die beste Radzeit hin. Nur Stefan Holzner, der für den SC Bad Reichenhall in der Bayernliga 20 Minuten zeitversetzt zu Sibbersen startete, war mit 0:54:24 noch eine Ecke schneller als der Coburger. Allerdings ist Holzner in Triathlonkreisen nicht gerade ein Unbekannter - gewann er doch in den 90iger Jahren zweimal den Ironman Neuseeland. Holzner kam im Fernduell daher noch beträchtlich auf und erzielte dank der viertbesten Laufzeit am Ende in 1:48:44 auch Rang 1 in der Bayernligawertung und Rang 2 hinter Sibbersen in der Gesamtwertung.
Einen recht starken Eindruck hinterließ auch der zweitbeste Coburger Starter Sebastian Löhnert, ein Coburger Eigengewächs. Mit seinem 17. Rang kam er in 1:55:42 erstmals deutlich unter die 2-Stunden-Marke. Obwohl er beim Schwimmen durch Orientierungsschwierigkeiten im offenen See nicht ganz an seine tollen Trainingsleistungen herankommen konnte, steigerte er sich sowohl beim Radfahren als auch beim Laufen. Dabei kam er beim Radfahren in 0:59:33 erstmals unter eine Stunde Fahrzeit und beim abschliessenden 10-km-Lauf hatte er in 33:42 min. sogar die neuntbeste Zeit zu Buche stehen. Insgesamt ein sehr starker Auftritt des mit 21 Jahren noch jungen Coburgers.
Nicht viel langsamer war Neuzugang Martin Volke aus Bamber, der nur 2 Minuten hinter Löhnert als 22. in guten 1:57:40 Stunden die Ziellinie überquerte. Nach seinem gelungenen Einstand vor Wochenfrist in Hameln wächst hier ein durchaus entwicklungsfähiger junger Triathlet heran.
Ausgesprochenes Pech hatte Sergej Raykov bei seinem 1. Rennen für das Honda-Team Coburger Turnerschaft – wie die Volke-Brüder ein Neuzugang aus Bamberg. Nach dem Schwimmen lag er noch an 5. Stelle, stürzte dann allerdings beim Radfahren und zog sich eine tiefe Fleischwunde zu. Im Interesse der Mannschaft stieg er nicht aus, biss die Zähne zusammen, absolvierte unter großen Schmerzen den 10-km-Lauf und finishte schließlich als 38. der Gesamtwertung im mittleren Drittel in 2:02 Stunden. Ohne den Sturz wäre er wohl wie Martin Volke unter die Top 30 gekommen.
Nicht gerade seinen besten Tag erwischte Andre Volke – obwohl er nach dem Schwimmen noch vor Sebastian Löhnert lag, fiel er bereits beim Radfahren entscheidend zurück und hatte auch beim Laufen nichts mehr zuzusetzen. Am Ende kam er als 54 in 2:10 Stunden ins Ziel.
Damit kamen mit Sibbersen, Löhnert, Martin Volke und Sergej Raykov (die schnellsten 4 Triathleten) auf Seiten der Coburger in die Mannschaftswertung zur 2. Bundesliga
Oliver Kaufmann, TM 35 – Ironman Hawaii Finisher von 2001 – eigentlich ein Mann für die längeren Distanzen nutzte das Rennen zur Standortbestimmung und konnte mit mit seiner
Zeit von 2:10,10 Stunden durchaus zufrieden sein.
Auch Frank Böhm, wie Kaufmann ein Athlet in der Altersklasse TM35, betrachtete das Rennen als Aufgalopp zu mehreren schweren Prüfungen, allen voran das Rennen am kommenden Wochenende in Hilpoltstein über die Mitteldistanz. Zwar konnte er sein Potential auf der Schwimmstrecke nicht ganz abrufen, mit seinen Leistungen auf dem Rad und auf der Laufstrecke zeigte sich schon eine deutliche Aufwärtstendenz.
Jürgen Rommel startete in der TM 55 und konnte sich am Ende sowohl über seine Zeit von 2:49 Stunden als auch seinen 3. Platz in der Altersklassenwertung freuen.
Prächtig schlugen sich über die Distanz von 0,5 Schwimmen 20 Rad und 5 km Lauf die Youngster Johannes-Nils Walther, Oliver Klatt und Justin Späth. Walther kam als 15. ins Ziel, wobei er unter allen Startern die neuntbeste Radzeit herausfuhr. Nicht viel stand ihm diesmal Oliver Klatt nach, der als 22. einen gelungenen Saisonauftakt hinlegte, auch wenn er sein Leistungspotential an diesem Tag nicht voll abrufen konnte.
Sein allererstes Triathlonrennen bestritt der erst 15jährige Justin Späth, der mit konstant guten Leistungen in allen 3 Teilbereichen aufwarten konnte und zur Überraschung aller Coburger Betreuer einen 14. Platz in seiner Altersklasse belegen konnte.
Gespannt darf man jetzt schon auf das 2. Ligarennen der 2. Bundesliga Süd sein, das am 28. Juni in Weißenstadt/Fichtelgebirge über die Bühne gehen wird.
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