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21.08.02
Ironman Germany 2002
Platz 12 in 9:04:57 h und neuer Schwimmweltbestzeit

Bei der Premiere des Ironman Germany waren gleich 4 Triathleten der Coburger Turnerschaft am Start. Allen voran ihr derzeitiges Zugpferd Jan Sibbersen, in dessen Schatten sich auch die übrigen Coburger zu einer vorzüglichen Leistung auf der 3,8 km Schwimm- der folgenden 180km-Radstrecke und der abschließenden Marathonstrecke von gut 42 km mitreißen ließen.

Begonnen hatte dieses Rennen eigentlich wie immer, egal ob Kurz- oder Ironanmandistanz, wenn Jan Sibbersen teilnimmt. Auf der Schwimmstrecke waren die Fronten gleich nach dem Start klar abgegrenzt. Jan Sibbersen legte das Feld gleich zu Beginn auseinander und nahm auch vor den "altgedienten" Triathlonprofis keine Rücksicht.

Während die Letzten im Feld der knapp 1900 Triathleten an der ersten Boje ankamen, stieg der Coburger Sibbersen unter ohrenbetäubendem Beifall von ca. 15000 Zuschauern nach 44:54 Minuten in neuer Weltbestzeit bereits aus den Fluten.

Erst vier Minuten später folgten die Favoriten Lothar Leder, Jürgen Zäck und Norman Stadler - alles Weltklassetriathleten und machten sich auf dessen Verfolgung. Trotz einer im Vorfeld erlittenen Wadenverletzung konnte Sibbersen auf dem Rad in Führung liegend und von der Begeisterung der ca. 150.000 Zuschauer getragen richtig Druck entwickeln und ca. 100 km ein einsames Rennen gegen die Uhr fahren, bevor die Favoriten - allen voran Zäck und Leder Gas gaben und den Coburger dann einholten. Außer Uwe Widmann, dem späteren Drittplatzierten lies Jan keinen weiteren Fahrer vorbei und absolvierte die 180 km lange Raddistanz in dennoch exzellenten 4:45 Stunden auf Platz 4 in der Gesamtwertung. Während Leder auf der Laufstrecke als einziger aller Triathleten in 2:57 Stunden die 3-Stunden-Marke unterschreiten konnte - fielen sowohl Zäck als auch Widmann beim abschließenden Marathon unter brütender Hitze zeitmässig weiter zurück. Ähnlich erging es auch Jan Sibbersen - trotz des Handicaps mit der Wade kämpfte er sich mit einer bewundernswerten Energieleistung auf den 3 Runden am Mainufer entlang und kam in 9:04,57 Stunden - gerade mal knapp 45 Minuten hinter dem Sieger Leder als 12. in der Gesamtwertung und als bester bay. Teilnehmer ins Ziel, wobei seine Marathonzeit von 3:29,56 Stunden angesichts der Umstände wohl für seinen ungebrochenen Kampfgeist sprach.